1.    Gesundheitstag an der Fritz-Reuter-Schule

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Bad Bevensen. „Ich hab` ganz schön was gelernt. Körperhaltung, bewusst atmen,  mich mental vorzubereiten … da nehme ich viel mit“, lobt Eva L., 17 Jahre, Abiturientin der Fritz-Reuter-Schule den lebendigen Vortrag und Übungen, die sie gerade in der Aula miterlebt hat. Julia Jessen und Kollegin Kim vom „Kurswerk“ leiteten das Coaching. „Umgang mit Stress und mentale Prüfungsvorbereitung“ haben sämtliche Schüler des 10. Bis 12. Jahrgangs am Freitag im Rahmen des 1. Gesundheitstags der KGS etwas Bereicherndes gelernt. Dazu kamen dann noch Yoga und andere Entspannungstechniken wie Chigong oder Progressive Muskelentspannung. „Ich bin ganz im inneren Gleichgewicht“, gab selbst Lehrerin Christine A. zu, als sie aus dem Musikraum in dem „Entspannung und Meditation“ lief. Für die anderen Jahrgänge gab es andere Themenbereiche von Mobbing in der Schule, über Sexualität und Verantwortung bis hin zu Gefahren und Verantwortung mit neuen Medien, Gesundheitsbewusstsein, Ernährung.
Ein besonderer Schultag, mit vielfältigem Lernstoff fern der üblichen Unterrichtsfächer, der auf meist fesselnde Art „rübergebracht“ wurde. In vielen Fällen waren die Lehrer Begleiter und Mitmacher, denn in „Kooperation mit außerschulischen Organisationen“ , so Organisator und Motor dieses Gesundheitstages, Beratungslehrer Gert Grönbold, „wurden unseren 1800 Schülern abwechslungsreich und innovativ etwas präsentiert.“ Er ist sich sicher: „Viele Schüler nehmen aktiv Weisheiten mit, die abseits vom schulischen Fachwissen, im Leben eine große Rolle spielen.“
So beispielsweise im Jahrgang 8 zum Thema „Gefahren des Alkoholismus“. Hierzu gab es gleich mehrere Module, seien es Informationen vom Chefarzt Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Uelzen, Dr.Sven  Geerken, das bewegende  Spiel des Theaterstücks „Flasche leer“ des Schauspielkollektivs aus Lüneburg, ein Präventionsmaßnahme der Polizei, Cocktailbar, Erfahrungsberichte Betroffener oder Kicker-Turnier mit Rauschbrille und Selbsteinschätzung von HaRT (Hart am Limit). Auch Krankenkassen, Pro Familia, SCHLAU Lüneburg, Smiley , Sexualpädagogen, Volkshochschullehrer und andere wirkten dankenswerter mit und sorgen für das Gelingen dieses Tages.
Finanziert wurde das Ganze vom 1 Euro-Beitrag jedes Schülers, vom Schulverein der Fritz-Reuter-Schule und der Volksbank in Bad Bevensen. Ohne Zuwendungen wäre ein Gesundheitstag in dieser Form gar nicht denkbar gewesen.
„Es liegt auch in unserem Erziehungsauftrag präventiv tätig zu werden“, erklärt Gesamtschuldirektorin Christel.„Hier bietet sich auch die Möglichkeit, mal besonderen Problemfeldern zu nähern“, die Schulleiterin weiter.“
Wie kam es zu dem Tag? „Vermehrt kamen Fragen aus dem Kollegium zu Präventionsprojekten auf“, dazu  Beratungslehrer Gert Grönboldt, „letztlich entstand daraus die Idee zusammen mit der Schulleiterin hier einen solchen Tag zu gestalten, was von der Gesamtkonferenz im Oktober abgesegnet wurde.“ Es ist enorm was in der Kürze mobilisiert und auf die Beine gestellt wurde.
Sind die Gefahren von facebook bekannt, vor allem den rechtlichen Grundlagen? Sind Alkopops nicht eigentlich so beliebt, weil es um die Süße geht? Was hilft mir bei Prüfungsangst? Wie sehr muss ich mich auf dem Mühlenrad treten um Energie aufzubringen um aus den Körnern Haferflocken zu machen?
Jetzt wird erst mal evaluiert. Die Eltern sind eingeladen am Donnerstag, 6. März, um 19.30 Uhr in der Mensa der Schule von Smiley e.V. über Medienkompetenz.
Fotos: Bautsch-Ludolfs