5 vor 12

Von Ute Bautsch-Ludolfs


Bad Bevensen. 5 vor 12 – als riesige Menschen-Uhr, mit den Zeigern auf die 5 Minuten vor 12 hatten sich genau zu dem Zeitpunkt Lehrer, Schüler und einige Eltern gestern auf dem Schulhof vor der KGS, dem so genannten roten Platz, zusammengestellt. Hintergrund: Wortbruch der Landesregierung. „Sie hat die zugesagte Altersermäßigung gestrichen und beschlossen, dass Gymnasialkräfte ab dem Schuljahr 2014/2015 zu einer Stunde Mehrarbeit verpflichtet werden. Dies, obwohl es in den Jahren, in denen das Arbeitszeitkonto abgebaut wird, keine Veränderungen geben sollte. Die Landesregierung hält also ihr Versprechen nicht ein, begeht Wortbruch und setzt somit das Vertrauen vieler Kolleginnen und Kollegen aufs Spiel“, hieß es in der Resolution, die verlesen wurde. „Wie sollen wir den Kindern vermitteln, dass unser Wort gilt, dass wir ihr Vertrauen wertschätzen und dass sie uns vertrauen können!“

Die Lehrkräfte der KGS wollen ihren Unmut nicht auf dem Rücken der Kinder austragen. Klassenfahrten wird es weiterhin geben. Auch seitens der Eltern gab es deutliche Worte. „Wir unterstützen diese Aktion, unter anderem weil durch erkrankte ältere Lehrer Unterrichtsausfälle sind“, Astrid Probst, Schulelternratsmitglied und Schulvorstandsmitglied.  „Nach den geplanten Stelleneinsparungen fallen auch an der KGS 5 Stellen weg, und dass bei der Menge an Schülern …“. Personalratsmitglied Markus Nachtkamp hebt im AZ-Gespräch auch die Sorge für die Kollegien, die unter den neuen Maßgaben arbeiten müssen. „Die Anforderungen, die in den letzten Jahren aus unterschiedlichen Gründen schon gestiegen sind, Stichwort „Inklusion“, erhöhen sich. Krankenstände werden sich vermehren, das Rentenalter wird immer häufiger nicht mehr erreicht.“ Auch die Schüler meldeten sich zu Wort in Form von Plakaten mit deutlichen Aussagen, Appellen und Kurzbotschaften.

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs