A-capella Band „YeoMen“ begeisterte

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Bad Bevensen. „Bäm, Bäm, Bäm“ – das Schul-Konzert der Berliner Band YeoMen ist längst zu Ende und Schüler der Fritz-Reuter-Schule trällern noch immer die rhythmisierten Silben dieses selbstkomponierten Stücks der Gruppe. Mit „Bäm“ gewannen die fünf Sänger übrigens den diesjährigen Songcontest „Kein Lied für Germany“.
 Was sie gerade gehört haben war Rock, Techno vom Feinsten. Virtuose Ausbrüche am Schlagzeug, wummernden Bass, dröhnende  E-Gitarre... Aber: auf de Bühne der Aula und abends im Kurhaus war kein Instrument dabei. A capella – also ohne Begleitung -  musizierten die Berliner, allein über die körpereigene Stimme und Mikrophontechnik. Stimmakrobaten pur! Der Fokus liegt dabei auf Klangmöglichkeiten der Konsonanten.
„I want to get away“ von Lenny Krawitz fetzte zu Beginn von der Bühne .Dann gleich die Aufforderung:“Und jetzt seid ihr dran!“ Der Kontakt mit dem Publikum blieb unmittelbar. Augen und Ohren waren gefesselt von dem was da ablief. Alt und jung gerieten in Bewegung. Viele eigene Titel, beispielsweise „Deutschland sucht“ wurden ins Programm eingebunden
Vor den Konzerten gab es Workshops für Schülergruppen. Das Mitmachen, Nachahmen, Sich-Ausprobieren mit dieser vorgestellten Technik stieß dann und wann auf Hemmungen. Aber nicht nur die Musik stand im Vordergrund.
„YeoMen“ ist Botschafter von „Rock gegen Kinderarmut“ und Pate bei „Schule ohne Rassismus“. Letzteres ist auch der KGS seit Jahren ein besonderes Anliegen. Rolf Hartmann war es nun gelungen, diese Topband, die inzwischen Konzerte und Workshops an der Deutschen Schule in Paris macht,  an die KGS zu holen. Mitfinanziert wurde dieser besondere Besuch übrigens vom Niedersächsischen Kultusministerium. „Gerade diese Workshops fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe in besonderer Weise“, erklärt Rolf Hartmann. „Da kann jeder mitmachen und sich einbinden über Grenzen – wie Alter, Geschlecht, Herkunft, Sprache – hinweg. Ein wichtiger Aspekt um gegen Intoleranz zu wirken.“
Die Schüler und auch das Kurhauspublikum waren begeistert. Wie schrieb es ein KGS-Schüler ins virtuelle Gästebuch von „YeoMen“: „Das war cool, cool dass ihr hier ward.“

Fotos: Bautsch-Ludolfs
SchülerInnen ergattern Autogramme
die Musiker begeistern
nur mit der eigenen Stimme wird musiziert