Juniorwahl 2013   - Demokratie als Schulfach

Von Ute Bautsch-Ludolfs

Bad Bevensen. Die Wahlurne ist schon da, die Wahlunterlagen selbstverständlich auch, der
Wahlvorstand weiß und seine Rechte und Pflichte, das Wahllokal muss noch etwas hergerichtet werden. Nur noch wenige Tage und der niedersächsische Landtag wird neu gewählt. Auch über 100 Schülerinnen und Schüler aus dem 9. Und 10. Jahrgang der Fritz-
Reuter-Schule sind dabei und wählen ab Montag bereits. Sie haben sich für Wahlzettel uns Urne – also Papier-Wahl, entschieden, statt einer online-Möglichkeit.
Dahinter steckt die Juniorwahl 2013 „Politik mal anders – zum Einsteigen und Mitmachen“.
Die landesweite Juniorwahl wird vom Gemeinnützigen Kumulus E.V. aus Berlin in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten angeboten. Eine derartige Juniorwahl wird bundesweit seit 1999 parallel zu Europawahlen, Bundestagswahlen und Landtagswahlen durchgeführt.
„Wir machen seitens der Schule das erste Mal mit“, so die GSW-Fachbereichsleiterin (Geschichte,Sozialkunde, Weltkunde) Stephanie Reißner-Pannwitz „Es ist ein prima Projekt, um sich mit der Bedeutung von Wahlen für unser demokratisches System vertraut zu machen und wichtig für politische Bildung.“ Schritt für Schritt erfahren die Schüler im Unterricht, wofür Parteien da sind, was sie wollen, wie sich die politische Willensbildung in der Bevölkerung gestaltet und wie letzten Endes der Wahlakt selber läuft.
Dass keine Politikverdrossenheit bei den Jugendlichen besteht, hat man in Hannover bereits festgestellt. Landesweit sind 350 Schule mit 75000 Jugendlichen beteiligt.
Die Schulen bekommen nicht nur Materialien und  sondern auch ideelle und finanzielle Unterstützung.
Seitens der AOK Niedersachsen gibt es 17 Regionen. Ulrich Bornmüller, Regionaldirektor der Region Nordostheide konnte nun der KGS als einzige Schule dieses Bereiches eine Aktie
Überreichen. „Das politische Interesse junger Menschen beginnt nicht erst mit Erreichen der Volljährigkeit. Ein lebendiges Beispiel ist dafür die Fritz-Reuter-Schule.“ Auch in der Sozialversicherung fänden alle sechs Jahre Parlamentswahlen statt, wo Mitglieder der Renten- und Krankenkassen die Zusammensetzung der Verwaltungsräte, die die sozialpolitgische Grundlinie ihrer jeweiligen Organisation festlegen. „Aus diesem Grund hat die AOK ein ureigenes Interesse daran, dass junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenenleben und zur Erwerbstätigkeit ein aktives und positives Verhältnis zur Demokratie entwickeln“, Bornmöller weiter.
Man darf gespannt sein, wie die Wahl in der Bevenser Schule läuft. Die nächste Wahl lässt dann ja nicht solange auf sich warten. Vielleicht machen dann noch mehr Klassen und Lehrer mit.

Fotos: Bautsch-Ludolfs
AOK- Regionaldirektor Ulrich Bornmüller überreicht Aktie
GSW-Fachbereichsleiterin Stephanie Reißner-Pannwitz mit Wahlunterlagen, die sie den Schülern weiterreichen wird