Klassenaktion: Hilfe für Äthiopien

 


 

Von Ute Bautsch-Ludlfs

 

 

Bad Bevensen. “Muss nur noch kurz  Äthiopien retten“ – nanu, was sind das für gesungene Töne und Texte in Anlehnung an den aktuellen Hit von Tim Bendzko in der Bad Bevenser Fußgängerzone? Ist Äthiopien eben mal schnell wie überhaupt die Welt zu retten? Äthiopien ist doch weit weg und die Probleme auch?  Aber nicht für die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7k der Fritz-Reuter-Schule (KGS) Bad Bevensen. Sie planten im Werte-und-Normen-Unterricht eine große Aktion um Spendengelder zu sammeln. Jetzt wurden die mit ihrer Lehrerin Sonja Schwarten entwickelten Vorhaben umgesetzt. Ein großer Stand mit viel Informationsmaterial und Plakaten wurde aufgebaut. Mit Sammeldosen gingen Schüler umher. Umgedichtete Lieder wurden gesungen. Selbstgebackene Plätzchen,Kekse und Waffeln. verkauft. Schuhputzdienst angeboten. Die Straße gefegt. Und: Gesprächsbereitschaft gezeigt. Was ist los in Äthiopien? „Kinderarbeit, reine Ausbeuterei“, erklärt Jonas. „Und erstmal die Armut, viele Kinder leben, überleben, auf der Straße“, Annika weiter. „Auch das Trinkwasser ist nicht sauber“, setzt Manuel fort. „Für 45 Euro können schon 30 Wasserkanister gekauft werden, für 318 Euro eine stabile Handpumpe“,  berichtet Patrick und verweist auf einen Flyer von Unicef. Dorthin kommt das Geld. Und die Schüler haben reichlich gesammelt. „Eine behinderte Frau hat sogar einen Fünfzig-Euro-Schein gegeben“, berichtet ein Schüler geradezu erstaunt und bewundernd. Diese Erfahrung hat die Klasse noch nicht gemacht. Aber Erfahrung mit Spendenaktionen. Vor 2 Jahren haben sie angesichts des Erdbebens in Haiti auch eine Spendenaktion in de Fußgängerzone auf die Beine gestellt. Danke, dass auch an die gedacht wird und etwas getan wird, die Hilfe brauchen.

 

Foto: Bautsch-Ludolfs

Klasse 7k