Durch Archäologie auf Spurensuche der Menschheit und Vergangenheit

 

Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

 

Bad Bevensen. Was hatte Museumspädagogin Christine Stapelmann nicht alles für die Schülerinnen und Schüler der 5d der Fritz-Reuter-Schule (KGS) mitgebracht und aufgebaut: ein Beil, ein Pfeil, ein Bronzegefäß, ein Mammutbackenknochen und vieles mehr, das mit Neugier entdeckt und „begriffen“ wurde. Dann wieder es auch noch spannend mit dem „Tatort Talheim“. Bei dem Steinzeit-Massaker wurden vor 7000 Jahren 34 Leichen verscharrt. Was da alles an den Skeletten ermittelt wurde und wie, erläuterte die Museumspädagogin eingehend: Größe, Geschlecht, Krankheiten, Körpermerkmale. „Die Spuren an Schädeln und Knochen belegen, dass die Menschen aus dem Hinterhalt, ohne Gegenwehr brutal getötet wurden“, verdeutlichte sie. „Durch Archäologie lässt sich über die Geschichte der Menschen ganz früher etwas erfahren – die Geschichte steckt im Boden“ machte sie klar, „da wird nicht gebaggert und einfach weggeschaufelt um dem Boden etwas wegzureißen,  sondern alles vorsichtig abgetragen, gezeichnet, gemessen, fotografiert, sortiert…“. Sogar die Bedeutung einiger Fremdwörter der Forschungsmöglichkeiten über alte Zeiten und Zusammenhänge, wie „Stratigrafie“  oder „Dendrochronologie“ samt der „14-Methode“ wurde der verständlich erklärt.

Und dann kam sie auf Jastorf zu sprechen. Natürlich kennen die Schüler dieses Dorf, ein Ortsteil von Bad Bevensen.  Gustav Schwantes (1891 – 1960)hat durch seine Funde dort aus der Eisenzeit einen ganzen Namen geprägt die „Jastorf-Kultur“, was in der Archäologie ein fester Begriff geworden ist, wie auf der internationalen Tagung im Mai in Bad Bevensen  mit dem Titel „Gustav Schwantes und die Jastorf-Kultur“ deutlich wurde. Christine Stapelmann, die im Helms Museum für Archäologie und die Geschichte Hamburgs in der Hansestadt arbeitet – dass die Schüler übrigens besucht hatten - , kam nach soviel Geschichte und Archäologie dann zum praktischen Teil. Aus Ton bauten die Schüler voller Begeisterung eine Fettlampe.

Mit Finanzierung des Lions-Club Bevensen und der Samtgemeinde wurden diese besonderen Stunden, die den hiesigen Stunden die Vergangenheit und vor allem auch die Bedeutung Jastorf näher brachten, finanziert.

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs

-          Fundstücke werden betrachten

-          Im Hintergrund Christine Stapelmann

-          SchülerInnen formen Tonlampe