Projekttage an der KGS: Schmalznudeln – Stolpersteine – Schimpansenkäfige

Von Ute Bautsch-Ludolfs


Bad Bevensen. Projekttage haben für Schüler der KGS ihren besonderen Charme, Reiz und Motivationskick. Wie meist sind die ersten drei Schultage nach den Halbjahreszeugnissen dafür reserviert. Die Schulbücher bleiben zu Hause, Fachunterrichter im üblichen Doppelstundentakt gibt es nicht. Und auch die Inhalte werden sonst oft nur am Rande behandelt.

Für die Projekttage jetzt wurde sich darauf geeinigt kein spezielles Motto zu wählen und die Ausrichtung dem Klassenverband oder Jahrgang mit den entsprechenden Klassen- und Co-Klassenlehrern zu überlassen., wobei die Schüler natürlich entscheidend mitzureden hatten.

Kleiner Einblick am Montagvormittag: in der Pausenhalle sprechen Schülerinnen der  7k Jugendliche an. Sie machen eine Umfrage zu Freizeitaktivitäten von Jugendlichen. Einiges kristalliert sich schon heraus. Die Jungen favorisieren in ihrer freien Zeit das Computerspielen und Sport, während die Mädchen gerne mal shoppen. Ganz wenig Zeit nimmt das Erlernen eines Musikinstruments in Anspruch. Viel los ist in der Bibliothek und den umliegenden WUSL-Räumen. Recherchearbeit ist bei vielen angesagt. Ein ganzer Jahrgang ist mit dem Thema „Nacht“ befasst. Während einige zu den Monden arbeiten, suchen anderen nach Legenden über die Nacht oder Nachttiere. „Wir stellen unsere Ergebnisse dann am Mittwoch gegenseitig vor“, erzählt die Sechstklässlerin. Weiter geht es in den 1. Stock Richtung Klassenräume. Mit dem Themenbereich Geschichte sind 2 junge Damen beschäftigt. „Wir arbeiten zu den Stolpersteinen- Gedenksteinen der Opfer des Nationalsozialismus, schauen sie uns morgen in Lüneburg an und versuchen etwas über die Personen mehr zu erfahren und ihr Leid“, erklären sie.

„Solche Projekttage fördern und vermitteln die Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit unserer Schüler, wie wir es für das selbstständige Lernen wünschen. Eigenes Tempo, Recherche nach relevanten Materialien und letztlich wird die Präsentation vorbereitet“, dazu kurz Gesamtschuldirektorin Christel Auer.

Ein paar Schritte weiter diskutieren gerade André Michalek und Marcel Weiß mit ihrer Klassenlehrerin. Beide sind Feuerwehrmänner und nehmen den Brandschutz in der Schule und einigen öffentlichen Gebäuden in Bad Bevensen in den Fokus. Gerade haben sie nachgeschaut, ob auch die Räume mit Brandschutzmeldern ausgestattet sind, ob Flucht- und Rettungspläne hängen und Feuerwehrlöscher. „Jetzt geht es weiter“, so André Michalek. „In jedem Klassenraum sollte Fenster sperrweit zu öffnen sein. Dadurch könnten dann Schüler evakuiert und gerettet werden.“ Aus der Schulküche duftet es anlockend. So nebenbei schieben Schüler der 7e die Rezepte rüber. Schmalz-Nudeln, Brotsuppe, gebackene Zwiebeln … „Kochen wie im Mittelalter“ heißt es für diesen Vormittag zum Thema Mittelalter. Experimente mit Wasser, handwerkliches Geschick zum Traumzoo, Töpfern und mehr. Die Schüler haben zu tun. Vieles, was sie in diesen Tagen erarbeitet haben, wird beim „Tag der offenen Tür“, jetzt am Sonnabend, 8. Februar, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr  zu sehen, zu erfahren,  mitzumachen und  anzuerkennen sein.

Fotos: Bautsch-Ludolfs


Schülerinnen bei einer Umfrage über Freizeitgestaltung von Jugendlichen.

Wie sieht es mit dem Brandschutz in öffentlichen Gebäuden Bad Bevensens aus? Schüler forschen nach.

Wir bauen unseren Traumzoo.

Experimente mit Wasser

Kochen wie im Mittelalter.

 

Immer wieder Recherchearbeit.