Bad Bevensen. „Darf ich?“. Na klar, darf der künftige KGS-Schüler auch bei den Experimenten mitmachen und Chemielehrer Marcus Nachtkamp

gibt ihm Zutaten und Anweisungen, wie er Brausepulver selber machen kann. Der junge Herr wird sich noch länger in den naturwissenschaftlichen Räumen der Fritz-Reuter-Schule aufhalten, denn die vielen Möglichkeiten was auszuprobieren reizen ihn. Ob nun Papierchromatographie , der Versuch „Tulpen in der Tinte“ oder wie man durch eine Postkarte steigt.

Es ist „Tag der offenen Tür“ an der KGS und bereits zu Beginn um 10 Uhr am Sonnabend platzen sämtliche Parkplätze aus den Nähten. Der Run auf die Schule ist groß. Künftige Schüler, ehemalige Schüler, ganze Familien kommen, schauen, staunen und finden Antworten auf viele Fragen. „Puh, das hat sich ja gemacht hier“, staunt Kerstin, die vor Jahren hier Abitur gemacht hat und mit Partner und Kindern „wieder gekommen“ ist. „Den Anbau gab es damals noch nicht, an Aktivboards, wie hier in den naturwissenschaftlichen Fachräumen war noch nicht zu denken, die KGS als Ganztagsbereich mit Mensa und Freizeiträumen sowieso nicht, eine so eine helle, einladenden Pausenhalle auch nicht…“

Dort und in Seitengängen ist jede Menge los. Aus den Musikräumen rockt es, das Glücksrad auf dem Tisch des Schulvereins dreht unermüdlich. Vom Bildschirm kann der Bundeserfolg der Mädchenfußballmannschaft miterlebt werden. Reichlich Flyer, Plakate und Bilder sowie Gesprächspartner vom Elternrat bis zum Informatikbereich

geben Auskunft.  Der Fremdsprachenbereich und Ergebnisse aus Projekttagen werden vorgestellt, die Schulkleidung anprobiert und schnell ein Stück Kuchen im Sterntalercafé verzehrt …Und es duftet. Mitglieder des Schüler-Teamerkreis backen ein Crepe nach dem anderen und stellen heiße Schnecken auf Baguettescheiben bereit. Zwischendurch durchschreiten große Menschengruppen die Gänge. Sie haben sich einer der Führungen angeschlossen, entdecken so gemeinsam Klassenräume, Fachräume und Bereiche. Natürlich auch im Gebäude  der Lindenstraße, wo auch jede Menge geboten wird, vom leckeren Büfett der Schülerfirma bis zu Informationen aus dem „Haus des Förderns“.

So mancher künftiger KGS-Schüler „traut“ sich auch mal ein Schnupperstündchen in Französisch, Latein oder Russisch mitzumachen.

Um alles mitzubekommen, was auf drei Seiten Programm angekündigt ist, brauchte es Zeit.

 

  Text/Fotos: U. Bautsch-Ludolfs