Von Ute Bautsch-Ludolfs

Bad Bevensen. Marleen kommt aus Westerweyhe, ist 9 Jahre alt und besucht dort die Grundschule. Bis zum Sommer. Dann geht es auf eine weiterführende Sekundarschule. Aber welche? Ein Gymnasium in Uelzen, eine Oberschule? Zusammen mit ihrem Papa, Bruder und Hund Karlos schaute sie sich am Sonnabend mal die Fritz-Reuter-Schule (KGS) in Bad Bevensen an.
Dort war zum „Tag der offenen Tür“ geladen und viele künftige Schülerinnen und Schüler kamen mit ihrer Familie.  Großeltern und auch   ehemalige Schüler, die in Gedenken der ach so schönen Schulzeit damals in Erinnerungen schwelgten und erstaunt über Veränderung waren ebenso dort. Natürlich waren viele Lehrkräfte und Mitarbeiter der Kooperativen Gesamtschule da um etwas zu präsentieren, Führungen zu machen oder  anzubieten, wie beispielsweise die Damen des Sekretariats mit einem Café, dessen Ertrag dem Sterntalerprojekt der Schule zugute kam.. Schüler, die im Rahmen der Projekttage etwas Besonderes gefertigt oder eingeübt haben zeigten ihre Ergebnisse.
Zurück zu Marleen. Eigentlich ist es für sie klare Sache nach den Sommerferien hier weiter zur Schule gehen. „Fünf andere aus meiner Klasse wollen auch hierher“, erklärt sie. Durch den Eingang gegenüber vom Sportplatzeingang betritt sie die Schule. Gleich geht der Blick nach rechts in die helle Mensa, die auch geöffnet hat und ein kleines Angebot
offeriert. Weiter.. Gleich nach oben in den Freizeitbereich? Nein, erst mal den Gang entlang. Dort wird
freundlich auf den Brasilien-Austausch hingewiesen, wie andernorts für den Frankreich- und Dänemarkaustausch der Schule.
Links liegen die fensterlosen naturwissenschaftlichen Räume. Dort ist eingeladen zum Experimentieren und Mikroskopieren. Die modernen  elektronischen Tafeln fallen auf. In der Pausenhalle pulsiert das Leben mit diversen Ständen. Es gibt jede Menge Informationen über die Schule, Schulverein, Elternarbeit, Näheres über den erfolgreichen Mädchenfußball an der Schule, Informatik und mehr  ist zu erfahren. Der Schulteamerkreis, also die Schülervertretung ist auch da und wirbt fürs Mitmachen bei der Cro Aktion. Verstohlene Blicke wandern zur Gesamtschuldirektorin Auer die ständig präsent und auskunftsfreudig
ist. Musik ist zu hören. Gerade tritt die Junior Rockband  auf.
Marleen schließt sich mit ihrer Begleitung einem Rundgang eines Mitglieds des Schulleiterteams an. Raus  aus dem großen Gebäude, über den roten Platz, hinein in das übersichtliche Schulgebäude in der Lindenstraße, in dem die 5. und 6. Klassen ihre Räume haben. Besonderer Halt wird dort in der „Insel“ gemacht. Meike Hinrichs preist die Insel an als „Ort, wo man sich retten, an- und ablegen kann.“ Dort kann gelesen, gespielt, gelauscht, geredet werden und auch die PCs genutzt werden. Ein Blick noch in die kleineTurnhalle und es geht zurück. Die Qual der Wahl: bei einer Schnupperstunde etwa in Latein mitmachen? Zu einer Aktion oder Ausstellung gehen? Oder in die große Sporthalle um da irgendwo mitzumachen? Erst mal weiterschauen. Das „Haus des
Lernens“ zur Förderung wird entdeckt. Schminken und Drucken ist möglich, Werken …
Marleen hat die allererste Schwellenangst verloren, ist erstaunt was es an der Schule alles so gibt und gemacht werden kann, gelernt werden kann. Im August wird sie den Schulalltag und dem Schulleben hier eintauchen.