6. „Lange Nacht, die Wissen schafft“

 

 

Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. „Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele“ (Maksim Gorki) – für beides gab es bei der „6. Langen Nacht, die Wissen schafft“ reichlich Input. Über 35 Angebote etwas zu entdecken, mitzumachen, auszuprobieren, zu erfahren  zu genießen und mehr, boten sich den vielen jungen und älteren Besuchern am Donnerstagabend in der Fritz-Reuter-Schule (KGS) Bad Bevensen, der Sporthalle, dem Sportplatz, auf dem Gelände und im Hofgebäude. Lehrkräfte und Institutionen, Vereine und Personen „von außen“ hatten besondere Angebote geschaffen.

Eine riesige Kugel in Nähe der Mensa zieht den Blick auf sich. Dabei handelt es sich um ein mobiles Planetarium, eine faszinierende Fulldome-Videoprojektion, mit toller Bilddarstellung und Akustik. Niks und Fiete aus der 9m haben auch ein Angebot: Kendama. Das ist ein beliebtes japanisches Geschicklichkeitsspiel. Es duftet in der Pausenhalle. Waffeln werden gebacken und – der Hingucker – Pfannkuchen auf dem 3D Drucker. Der Inklusionsbeirat hat Rollstühle mitgebracht, die ausprobiert werden dürfen. Ohne viel Scheu werden Runden gedreht und ein Parcours bewältigt. Unter dem Stichwort „Wir werden alle älter“, ist das Helios Klinikum vertreten. Wer will kann sich umwickeln lassen und sich als nunmehr 90-Jährige fortbewegen. Von nebenan  schallt es aus dem Musikraum, denn dort hat die Rockband junior ihre mit viel Beifall beklatschten Auftritte. Und ab in die Nebenräume der Seitengänge.

Praktisches aus der Welt der Medizin heißt es da, und eine ehemalige Schülerin versucht gleich endoskopisch ein Gummibärchen aus dem Schlund zu ziehen, während andere einen Knochen nageln. Selbst gedrehte Filme sind zu sehen. Vom Arp-Schnitger-Projekt, „Uelzen im Umbruch“ und aus dem Sportbereich ein besonderer Parcour, der in eine Geschichte geplackt ist. Die Auflistung lässt sich fortsetzen: Ökologischer Fußabdruck, Ab an die IPads und ein Quiz, die Technik des Robo Pro, die Entwicklung der Farbfotografie, Spannung pur im Escape-Room, bunte Chemie erleben, Wunderkerzen selber machen, Ausstellung zum 90. Geburtstag von Anne Frank und viel mehr. Da tut ein selbstgemachter Ipanema-Cocktail schon gut. Man spürt, dass es gefällt, dass diese verschiedenen „Unterrichtsstoffe“ Spaß machen.

„Die Lange Nacht, die Wissen schafft hat gezeigt, dass die Kombination von externen Partnern und Angeboten durch Kollegen die Schüler neugierig macht“, fasst Sebastian Gutheil, Didaktischer Leiter und Organisator dieser Stunden, zusammen. „Immer wieder konnten wir feststellen, dass auch viele ehemalige Schüler den Weg zurück in ihre alte Schule anlässlich dieses Events finden. Solche Veranstaltungen sind ein Beitrag für eine Schulkultur, wie wir sie uns wünschen.“

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs