Geschichtswettbewerb

 

Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. Die Klasse 8n verbringt Mittwoch ihren Schultag wie gewohnt in der KGS, denn mit dem Zug ging es schon früh nach Hannover. Mit dabei die Lehrkräfte Christine Harder und Marcus Nachtkamp. Dort wird die Klasse im niedersächsischen Landtag einen Preis verliehen bekommen in Anwesenheit von Kultusminister Tonne,

der Präsidentin des Niedersächsischen Landtags Dr. Gabriele Andretta und der Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber Stiftung, Gabriele Woidelko. Das wird die Klassenkasse auffüllen.

Hintergrund. Im Rahmen der traditionellen Projekttage an der Fritz-Reuter-Schule beschäftigten sich die 14 Mädchen und 15 Jungen mit ihren beiden damaligen Klassenlehrern mit dem Thema des Geschichtswettbewerbs „So geht`s nicht weiter, Krise, Umbruch, Aufbruch“. Ein Wettbewerb des Bundespräsidenten mit Unterstützung der Körber-Stiftung. Doch was machen wir? „Schlagzeilen in den Medien fielen uns auf, die sich mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Erschaffung einer ersten deutschen Republik befassten“, erklärt Mia B. . „Wir wollten wissen, was damals los war und wie das in unserer Heimat wahrgenommen wurde.“ Auch die Einführung des Frauenwahlrechts als Meilenstein der Geschichte bewegte insbesondere die Mädchen. Letztlich wurde daraus das Thema „Uelzen im Umbruch“ und Zeitungen, Protokolle und Akten wurden in Archiven ausgewertet. Ein Bild von der Situation der Ereignisse konnte gewonnen werden. Aber wie darstellen? Es wurde sich für ein Video entschieden, zumal Felix B. als Computerfreak die technische Seite drauf hatte und auch Hilfe durch den Klassenlehrer signalisiert wurde. Drehbuch, Rollen, Requisiten, Basteleien wurden zusammen getragen und es konnte gedreht werden. Aber erst nachdem die 7 Arbeitsgruppen ihr Material ausgewertet hatten. Das reichte von Toten im Weltkrieg, über Arbeiter- und Soldatenräte/Bauernräte bis hin zur Inflation und Wahlen 1919.

„Der Film ist gut geworden, an manchen Stellen auch witzig. Es hat echt Spaß gemacht, Geschichte mal auf eine andere Art und Weise zu erleben und nachzustellen“, sieht es Mathilda D.

„Etwas mehr Zeit für die Recherche wäre gut gewesen“, bedauert Geschichtslehrerin Christine Harder, „das hatten wir unterschätzt, denn der Abgabetermin war ja schon bald.“

Das Ergebnis, der Film, kann sich sehen lassen. Er wird auch am Donnerstag, 29. August, im Rahmen der „Langen Nacht, die Wissen schafft“, in der Schule gezeigt.

 

Foto: Bautsch-Ludolfs

-Klasse mit Lehrern Christine Harder und Marcus Nachtcamp holt sich heute der Förderpreis im Landtag ab