Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. Wie sieht es mit den Bestimmungen zum Datenschutz aus? Das Recht am eigenen Bild? Cybermobbing? Urheberrechte?  Eine What´s up Gruppe mit dem Klassenlehrer? Das Bild mit den fröhlichen hübschen  Mitschülerinnen in knappen Bikinis am Badesee? Darf ich einfach fremde Musik in meine YouTube-Videos einbinden und hochladen? Was darf sein, wo ist ein absolutes no go? Fragen von hoher Alltagsrelevanz- insbesondere für junge Leute. Hintergrundwissen, Unterstützung und Aufklärung sind da wichtig.

„Gerade für Schüler ist es bedeutend sich beim Umgang mit Smartphones, Computern, Apps und Co. auszukennen“, so Jens Dymke, Leiter des Fachbereichs Informatik & Medienerziehung an der Fritz-Reuter-Schule Bevensen. Was sickert durch, was bleibt verborgen, wie kann ich mich schützen? Medienkompetenz ist nötig. Es ist gemeinhin bekannt, dass Jugendliche früh aktive Internetnutzer sind. So sind schon 94 % der Zehnjährigen online, 93% Prozent der 12 bis 19jährigen nutzen ihr Smartphone jeden Tag (JIM Studie 2017).

Das stellt natürlich auch die Schulen vor die Herausforderung, den Schülern das nötige Wissen für den souveränen Umgang mit digitalen Technologien zu vermitteln.

Die Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann war von einer 8. Realschulklasse eingeladen worden, im Rahmen des Projekttags von „erlebe IT“ eingeladen worden.Das ist eine Initiative des Bitkom, die sich seit 2009 deutschlandweit für die Vermittlung von digitaler Kompetenz an Schulen einsetzt – unter Schirmherrschaft von 140 , darunter  Kirsten Lühmann. „Einerseits fördert „erlebe IT“ mit Training den kompetenten Umgang mit digitalen Medien, andererseits mit Programmier-Workshops technisches Verständnis und Spaß an IT“, so Workshop Leiter Thilo Lübker, der die Schüler sensibilisierte ihre Mediennutzung zu reflektieren und über Hintergründe und Zusammenhänge informierte.

In der Fragerunde berichtete die Schirmherrin Kirsten Lühmann von ihren eigenen Erfahrungen mit digitalen Medien. „Ein Leben als Politikerin ohne mein Tablet möchte ich mir heute gar nicht mehr vorstellen. Um zu verhindern, dass weniger nette Zeitgenossen mit meinen Daten Unfug treiben können oder ich versehentlich die Persönlichkeitsrechte anderer Personen verletze, sind Kenntnisse über einen sicheren Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken unerlässlich“, hebt die Politikerin hervor .Doch die Schüler wollten auch wissen wie ihr Tagesablauf ist, was die Bundeskanzlerin verdient und mehr. Doch die Politikerin fragte zurück: „Wie informieren Sie sich zur A 39?“ oder: „Kann man Nachrichten glauben“ –„Sind schon fake-news aufgefallen“.

Kurzweilige Stunden für die Schüler. Und abends waren die Eltern „dran“. „Was macht mein Kind im Internet“, hieß es da und Experten informierten und gaben Antworten auf offene Fragen der Eltern, die sich sehr um den rechtlichen Hintergrund und Jugendschutz im Netz drehten.

 

Foto: Bautsch-Ludolfs

Politikerin Kirsten Lühmann im Gespräch mit Schülerinnen und

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