Plattdeutscher Lesewettbewerb

Schulentscheid KGS

 

Bad Bevensen. „Plattsnacken is eenfach“, für die, die es können. Es zu lesen ist viel schwieriger und zu schreiben erst recht.

Dennoch sind beim niedersächsischen Plattdeutschen und Saterfriesischen Lesewettbewerb etwa 10000 Schüler dabei und machen mit. Ein toller Beitrag zur Lebendigkeit der regionalen Kultur. Der Wettbewerb ist auch die größte Veranstaltung der Regional- und Minderheitensprachen in Mitteleuropa.

Seit den 1960er Jahren gibt es diesen Wettbewerb alle zwei Jahre bei dem Träger, Unterstützer und Mitveranstalter viele Sparkassen, die Niedersächsische Landesschulbehörde oder die Landschaftsverbände sind.

Natürlich wird auch an der KGS, die mit ihrem Namen „Fritz Reuter“ schon an einen bedeutenden niederdeutschen umstrittenen Dichter erinnert dabei. Wie schon in den Jahren zuvor, waren es die jüngeren Schüler, 5. bis 7. Klasse die mitmachten. Jetzt stand der Schulentscheid für die Klassensieger an.

„Diesmal waren es 11 Teilnehmende“, so Deutschlehrerin Ute Bautsch-Ludolfs, die diesen Wettbewerb an der Schule betreut. „Darunter war eine gebürtige Italienerin und eine gebürtige Russin. Einer der Schüler hatte mit seiner Oma geübt, die Schweizerin ist.“

Für die Jury konnten Plattdeutschsprecher Meike Hinrichs, die das Insel-Nest mit Bibliothek an der Schule im Gebäude Lindenstraße betreut und Nils Tümmler, Leiter des Jugendzentrums Bevensen gewonnen werden. „Bepunktet werden Lesetechnik, Betonung und Gestaltung. Gerade in der Aussprache ist phonetisch oft vieles nicht korrekt oder es finden sich viele Anglizismen. Unter Gestaltung ist die eigenen Personenvorstellung und die Fähigkeit auf Fragen in platt zu antworten“, führt Ute Bautsch-Ludolfs aus.“ Und es war wieder spannend, teilweise ein Punkt-an-Punkt-Rennen. Doch irgendwann war klar, dass der Sieger in Gruppe C (5./6. Schuljahr) Sönke Schulz aus Teyendorf ist, der fleißig mit Opa und Oma geübt hatte.2. Platz, Ben-Theo Schulz. In der Altersgruppe DD, 7./8. Schuljahr lag Lara Logemann aus Altenmedingen vorne, bei der niemand zu Hause plattdeutsch spricht, die aber noch Grundkenntnisse über die Plattdeutsch-AG in ihrer Grundschulzeit hat. Der 2. Platz ging an Lotta Menklein aus Höver.

Für die Bestplatzierten gab es lustige Plattdeutschbücher, die vom Schulverein gespendet wurden. Die beiden Sieger kommen am 22. Mai zum Kreisentscheid nach Lüchow.

Für alle gab es aufmunternde Worte das Plattdeutsche zu pflegen, Plattdeutschkarten und Schokoriegel , vom Jugendzentrumsleiter Tümmler ein Plattdeutschbüchlein.

Ziel des Wettbewerbs ist es, die Freude am plattdeutschen Lesen und an der niederdeutschen Sprache zu wecken. Auch Schüler die nicht von zu Hause Kenntnisse mitbringen, sind ermuntert mitzumachen

Klare Devise: Platt – ik bün dorbi un wenn dat nich klappt, maakt nix!

 

Foto:

-die Sieger Sönke, Lotta, Ben Theo und Lara

-die Teilnehmer mit Jury