Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. Projekttage haben für die Schüler der Fritz-Reuter-Schule (KGS) ihren besonderen Charme, Reiz und Motivationskick. Mal nach den Halbjahreszeugnissen die Schulbücher zu Hause lassen, Fachunterricht im üblichen Doppelstundentakt oder ein Anknüpfen an den letzten Lernstoff gibt es nicht.

„Solche Tage fördern und vermitteln die Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit, wie wir es für selbstständiges Lernen wünschen“, erklärt der Didaktische Leiter der Schule, Sebastian Gutheil, dieses aktive, kreative und vor allem auch forschende Lernen. „Auch werden Schlüsselqualifikationen vermittelt, was vor allem dem Erschließen sich schnell änderndem Fachwissen dient. Das ist für den Beruf später oft wichtig.“

Kleiner Rundgang durch Klassenräume, Fachräume und Turnhalle.

Oben im Raum der 6n geht es lebhaft zu. Es wird geschnitten, gefaltet, geklebt, gebastelt. Thema: Mittelalter. Eine ganze Stadt soll entstehen. Andere gestalten dazu Informationsmaterial.

Jeder Rechner ist in Betrieb zum Recherchieren, zur

Gestaltung und schneiden für Filme. Gerade versuchen sich zwei Schülerinnen als Nachrichtensprecherinnen. Danach entwickelt sich ein schlimmes Szenario.

Beflissen und emsig geht es in den Kunsträumen zu. Zum Oberthema „Erfinden“ haben sich Gruppen aus dem 7. Jahrgang gebildet, die die Fachräume bevölkern. Gerade entsteht ein „Müllmandala“. Gegenüber werden Beiträge für einen Geschichtswettbewerb erstellt. Was war vor hundert Jahren? Und so ergibt sich die Szene zur Feststellung, dass es nicht nur in Schützengräben, sondern auch durch Grippe ganz viele Tote gab. In den Werkräumen zeigt sich handwerkliches Geschick. Ob nun eine Katzenfutterstation, eine Bluetooth-Box oder ein Auto mit Antrieb. Es läuft.

In anderen Räumen schnuppern ältere Schüler nach Berufsperspektiven – Samtgemeinde Bevensen, Polizei, Helios-Klinikum und mehr – oder bereiten sich aufs Abi vor.

Theater, neue Sportspiele, Musikinstrumente – vieles wird erdacht, entwickelt, gespielt, gestaltet. Im Freizeitbereich lassen sich selbst scheue Jungs aus einer 8. Klasse von Papis Ba  zu urbanen Tanzstile bewegen. Und man sieht, dass es Spaß macht. So wie in ganz vielen anderen Räumen der KGS auch.

Viele Ergebnisse aus diesen Tagen werden am „Tag der offenen Tür“, Sonnabend, 16. Februar, von 10 bis 14 Uhr präsentiert.

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs