Von  Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. „Bienvenue en france“ oder kurz und bündig:„Welcome“, mit den Fahnen der USA und Groß britanniens im Hintergrund? Wo sind wir denn?

An der Fritz-Reuter-Schule. Hier ist für Jahrgang 8 ein Sprachendorf aufgebaut

„Unsere Schüler, die ja bereits ein paar Jahre die Fremdsprache lernen, sollen diese in realistischen Situationen anwenden. Und dabei natürlich auch Spaß haben“, fasst Simone Roggendorf, Fachbereichsleiterin Fremdsprachen an der KGS, zusammen. „Wir haben die 8. Klassen ausgewählt, weil sie alsbald auch zum Austausch ein paar Wochen weg sind und weil gerade die französischen Austauschschüler hier zu Gast sind. Sie werden mit eingebunden“.

An insgesamt 9 Stationen gab es Aufgaben zu erledigen. Im Vorrang ist es dort einen Dialog, ein Gespräch zu führen. So galt es beispielsweise, sich in die Situation eines Touristen in New York einzufühlen  und die Tourist Information aufzusuchen, um sich über Angebote, Verkehrsmittel, Preise und

So weiter  für die drei Wochen Aufenthalt zu informieren, denn das Budget ist auf 1000 Dollar beschränkt.

Ähnlich auch Situationen dann im Bahnhof, im Restaurant, im Geschenke-Shop und ähnlichem.

Da müssen erstmal die Vokabeln wieder aufgefrischt werden, bevor man beispielsweise einen Bäckerladen in Paris betritt und etwas für ein Frühstück einkaufen möchte. „Baguette und boisson für Getränk fiel mir gerade ja noch ein, aber wie bitte ich um eine Tüte, wie frage ich genau nach dem Preis“, ist da von einer beflissenen Achtklässlerin zu erfahren. Sie darf sich ja vorbereiten. Und im Verkaufsgespräch wird sie nett behandelt, der Verkäufer weiß bald genau was sie möchte, auch weil sie auf entsprechende Dinge – die natürlich aufgebaut sind – zeigt. Im Hintergrund sitzt eine Fachlehrerin, die das Miteinander dort beurteilt. „Zu 25% fließt dieses Sprechen im Sprachendorf mit in die mündliche Zeugnisnote ein“, erklärt Simone Roggendorf.

Die rund 250 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs konnten ihre Sprachkompetenz in Englisch und Französisch unter Beweis stellen, insbesondere unterstützt durch unterschiedliche Vorstrukturierung der Handlungsanweisungen. „Das ist schon mehr als ein Rollenspiel. Obwohl wir im Unterricht ja auch Englisch oder Französisch sprechen, ist dies mal was anderes. Ich hatte erstmal ganz schön Sprachhemmung“, bekennt Verena.

Doch der Erfolg, sich doch auf „echte“ Kommunikationssituationen im fremdsprachigen Ausland vorzubereiten und klarzukommen, ermuntert, sich auch weiter auf selbstständige Dialoge einzustellen.

 

Foto: Bautsch-Ludolfs

 

Schüler im Sprachendorf