Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen. „Haben Sie schon vom „Tag gegen Lärm“ gehört?“ Diese Frage stellten kleine Schülergruppen unter anderem Passanten in der Bevenser Hintergrund. Nur einer  der Befragten hatte von diesem Tag gehört. Dabei gibt es ihn seit 1998 regelmäßig im April. Am Mittwoch, 25. April istz es wieder soweit. „Diesen Tag gibt es um die Aufmerksamkeit auf die Ursachen von Lärm zu lenken , seinen Ursachen, seinen Wirkung und seiner Bekämpfung“ haben Felix, Joke, Marie und Beeke in der Recherchier Gruppe am Computer gefunden.

Mit Eifer waren die Mädchen und Jungen aus einem Musikkurs des 6. Jahrgangs der Fritz-Reuter-Schule dabei um Näheres zu erfahren. Dass die Maßeinheit Dezibel heißt und Lärm krank machen kann hatten sie schon im Musikbuch gelesen.

Jetzt also dieses Projekt. Zwei Gruppen hatten sich eine entsprechende APP vom Handy geladen um genaue Lautstärkemessewerte zu ermitteln. Auf dem Schulhof, beim Bahnhof, bei einer Ladenkasse, Straßenkreuzung,  dem Schlagen der Kirchturmuhr, am Schlagzeug und mehr. „Insbesondere am Bahnhof war es laut, Verkehrslärm sowieso“, stellten sie fest. „Und das Schlagzeug erst.“ Gemäß der Arbeitsstättenverordnung ist bei 85 Dezibel eine Gefährdung des Gehörs gegeben, ab 90 dB ein Gehörschutz vorgeschrieben und die  Schmerzschwelle schon bei 100 dB da, wie es etwa bei Autohupen, Kreissäge, Wasserfall, Presslufthammer, Händeklatschen, Trillerpfeife, MP3-Player  oder Rockkonzert der Fall ist.

Nette Gespräche führten die Interviewgruppen mit auskunftsbereiten Passanten. Auf die Frage nach Lärmbelästigung gab es doch so manches ja. Dabei war Nachbarschaftslärm, Verkehrslärm die häufigste genannte Lärmquelle. Und wie zeigt sich das? Da war die Antwortbreite. Nervös werden, schlechte hören, schlechter schlafen,

Kopfschmerzen, beeinträchtige Lern- und Konzentrationsfähigkeit. Was tun? Der eine geht zum Ausgleich in den Wald, die andere weiß, dass es Tritte der Nachbarin über ihr ganz frühmorgens sind, die sie nicht wieder einschlafen lassen, mag dies aber nicht ansprechen, aus-dem Weg-gehen.

Um den Menschen herum sind immer Geräusche, die oftmals gar nicht wahrgenommen werden (Eisenbahn). Doch nachts kann schon das Fliegen einer Mücke stören, das Ticken einer Uhr.

Lärmvermeidung ist gesundheitlicher Umweltschutz, denn die Auswirkungen von Lärm auf den Körper sind sehr weitreichend.

Die lettische Schriftstellerin Zenta Maurina (1897-1978) fasste ihre Erfahrungen so zusammen: „Stille heilt, Lärm zertrümmert Gedanken und Gefühle.“

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs

 

Schülergruppen