Von Ute Bautsch-Ludolfs

 

Bad Bevensen.Die Zirkus – Roncalli – Eingangsmusik erschallt, der Bühnenvorhang ist schon offen aber dort ist alles dunkel. Gleich werden die

Jungen Künstler der Gaukler-Ag der Fritz-Reuter-Schule (KGS) Bad Bevensen in die Aula einmarschieren. Denkste. Ein altes Muttchen fährt mit ihrem Rolli herein, besteigt mühsam die Treppenstufen und setzt sich in einen behaglichen Stuhl, greift zum Märchenbuch. Und darum geht es! „Einen märchenhafter Varieté-Abend!“, kündigt Gaukler-AG Leiter Matthias Muschal an. „Die Schüler haben es so festgelegt. Wir Erwachsenen bleiben im Hintergrund.“ Damit meinte er auch seine erkrankte Kollegin Josfine Cordes, die die Arbeitsgemeinschaft mit leitet und Jan-Lukas Spychay aus dem Wendland der tatkräftig fachlich unterstützt. Alles andere sind junge Leute, ob am Mischpult oder in der Bühnentechnik. Und natürlich die Akteure. 26 Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse an bis hin zu Valentin aus der Einführungs-Phase. Und sie legen los. Verschiedene Jonbglagen mit Bällen, Ringen , Tüchern und mehr. Man weiß, dass beim Jonglieren die Gehirnleistung enorm steigt, es macher und konzentrierter mach. Tolle Akrobatik ist zu sehen, die Einräder kreisen auf der Bühne, teils sind sechs junge Damen am Wirken und müssen sehr konzentriert sein, ihren Platz zu finden. Balancieren ist angesagt auf Tonne, Poi und Kugeln Flowerstick-Nummern, Rollschuhe und Maxboard. Schlag auf Schlag folgt eine Nummer der anderen. Ein ganz klarer Plan liegt diesem tollen Varieté-Abend zugrunde. Wer macht was und wann? Alles ist detailgenau vorbereitet und eingeübt. Noch am Vorabend ging es bis in die Nachtstunden mit der Proberei. Alles sollte doch gut klappen. Und das Lampenfieber wuchs und wuchs, vor allen auch bei den jungen Schülern, die hier quasi ihre Premiere hatten.

Toll was da als Ergebnis von Ausdauer, Üben, Präzision, Kreativität und Miteinander präsentiert wurde. Und falls mal doch etwas nicht hundertprozentig klappt – wird weitergemacht. Das große Publikum ist hin und weg. Donnernder Beifall.

Die Zwischenpause ist nötig. Der Schulverein sorgt für Snacks und Getränke.

Zum gesamten Rundum gehören auch die tollen Kostüme, Lichteffekte, Hintergrundmusik.

Der märchenhafter Varieté-Abend mit 18 verschiedenen Nummern - solo, als Duo und in einer größeren Gruppe - zeigte, dass sich das viele Üben, Üben, Üben  lohnt , letztlich viel Spaß macht und Anerkennung bringt.

 

Fotos: Bautsch-Ludolfs